Lebensraum Baum, Sachverständiger,  Freiburg im Breisgau, Baden-Württemberg, Schwarzwald
 

Habitate an Stadtbäumen

  • Salweiden und Zitterpappeln bieten ungewöhnlich viel Lebensraum für Pilze, Insekten und andere Organismen. Es lohnt sich, beide Arten an geeigneten Standorten zu fördern. Die Säulen-Zitterpappel (Populus tremula ´Erecta`) hat mit einer Höhe von nur 12 – 15 Metern sehr gute statische Eigenschaften und kann auch als Straßenbaum gepflanzt werden.
  • Stammverletzungen und Risse bieten einen geschützten, oft warmen und trockenen Lebensraum für zahlreiche Käferarten, Spinnen, Wespen oder Wildbienen.
  • Höhlungen im Stamm und insbesondere im Stammfuß sind ein seltener Lebensraum für Käfer und Pilze. Sie dienen auch als Tagrastplatz für Fledermäuse oder als Unterschlupf für verschiedene Kleinsäuger. Der darin angesammelte Mulm, eine Mischung aus zersetztem Holz und Käferexkrementen, ist für viele Kleinlebewesen von existentieller Bedeutung.
  • Saftfluss: Der Grund für den Saftfluss an der Rinde sind oft Borkenverletzungen oder bakterielle Infektionen. Die Pflanzensäfte sind eine wichtige Nahrungsquelle für viele Organismen.
  • Greifvogel-, Storch- oder Reiherhorste: Viele größere Vögel sind standorttreu und benutzen die aufwändig hergestellten Horste über längere Zeit. Horstbäume müssen bestimmte Eigenschaften wie Anflugschneisen, große Kronen oder Ansitzwarten aufweisen und sind deshalb nicht beliebig ersetzbar.
  • Schrägstehende Bäume sind wichtige Lebensräume für Flechten und Moose. An der wasserzugewandten Oberseite finden Moose ideale Bedingungen, während die trockene Unterseite für Flechten attraktiv ist.
  • Mit Kletterpflanzen überwachsene Bäume sind bedeutsam als Nahrungsgrundlage und Nistplatz für Vögel und Insekten.
  • Abgestorbene Kronenteile bieten einen wertvollen Lebensraum für wärmeliebende Kleinlebewesen. Insbesondere stärkeres Totholz oder abgestorbene Baumstämme zählen zu bevorzugten Standorten für hochspezialisierte Käferarten. Es macht dabei einen Unterschied ob Baumstämme stehen oder liegen. Die Larvenentwicklung von größeren Käfern dauert mehrere Jahre, und sie benötigen dafür konstante Standortbedingungen und genügend Nährstoffe.

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